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Abschied von Bangkok – 40minütiger Flug nach Siem Reap/Kambodscha. Der Bangkoker Flughafen hinterlässt einen guten Eindruck: hell, sauber, freundlich – näher kennenlernen werden wir ihn dann noch am Heimflug, da haben wir dort 5 Stunden Aufenthalt … Einziges Manko: es ist kalt und zugig, so wie aber in allen geschlossenen Räumen hier. Der Schritt nach draußen zum Flugzeugzubringerbus bringt mindestens + 15° Smiley mit geöffnetem Mund.

Beim Check-In schlägt die nächste Erkenntnis des Tages zu: Bürokratie ist überall: Daheim habe ich online die Visa für Kambodscha beantragt, alle Daten eingegeben, Visa ausgedruckt, fertig. Denkste! Vor dem Abflug nach Siem Reap nochmal alle Daten in winzige Formulare einfügen – 3x!!!!! Und bei der Ankunft gibt’s dann noch eins über den Gesundheitszustand … Man kann alles übertreiben!

Dafür bekommen wir auch was zu Lachen:

Kuriosität 1 des Tages: Es gibt tatsächlich Leute, die ohne geringste Englisch-Kenntnisse ins Ausland fahren, wie sonst erklärt es sich, dass nach der Ansage, alle Passagiere der Sitzreihen 14-28 sollen zuerst einsteigen, ALLE Passagiere des Fluges am Schalter stehen und rein wollen …

Kuriosität 2 des Tages: Ein Animationsvideo von Bangkok Airlines mit singenden und tanzenden Stewardessen vor einem Flugzeug soll dazu anhalten, das nachfolgende Sicherheits-Video aufmerksam zu verfolgen …

Ankunft in Siem Reap pünktlich, problemlose Visa-Kontrolle, Gepäck ist auch vollständig da. Fahrer und Guide holen uns ab. Zuerst fahren wir ins Hotel, unsere Koffer abliefern. Nach der “Abstellkammer” in Bangkok ist das hier purer Luxus: riesiges Zimmer, geräumiges Bad, sehr schönes Haus, offenes Restaurant mit perfektem billigen Essen (Hauptspeisen zw. USD 4,50 und 6,00!).

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Vorher sehen wir aber noch den ersten Tempel: Banteay Srei im Norden von Angkor. Sehr beeindruckend mit feinen Reliefs. Motive sind Szenen aus der Mythologie, Götter und immer wieder Makara, die Weltenschlange mit dem Löwenkopf, die andere mythische Wesen verschluckt und wieder ausspeit. Sie ziert die meisten Torbögen.

Als wir den Tempel erreichen, bevölkern noch zahlreiche Touristen die Anlage, doch im Laufe der 1 1/2 Stunden, die wir dort verbringen, wird die Anlage langsam leer und das Licht der untergehenden Sonne taucht die Sandsteinbauten in Rosa und Orange. Ein wirklich schöner Ort!

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Hier noch ein paar Daten:

Banteay Srei ist ein Tempel in der Region Angkor in Kambodscha und gilt auf Grund seiner Ornamentik als einer der kunstvollsten. Er liegt rund 23 Kilometer nordöstlich des Angkor Wat am oberen Siem-Reap-Fluss.

Der Tempel wurde während der Regentschaft von Rajendravarman II. (944–968) zu Ehren des Gottes Shiva errichtet. Auftraggeber war der Brahmane Yajnavaraha, Guru des noch minderjährigen späteren Königs Jayavarman V. (968–1001). Die Einweihung erfolgte am 22. April 967.

Der ursprüngliche Name des Tempels lautete Tribhuvanamahesvara („Großer Gott der dreifaltigen Welt“) und bezog sich auf eine Manifestation Shivas in der hinduistischen Überlieferung. Der heute gebräuchliche Name Banteay Srei bedeutet „Zitadelle der Frauen“ bzw. „Zitadelle der Schönheit“.

Der verwendete harte rosa Sandstein lässt besonders detaillierte Ornamentik zu. Fast alle Wände der Gebäude im Tempelareal sind mit einem außergewöhnlich feinen Reliefdekor verziert. Plastisch herausgearbeitete Girlanden und Laubornamente wechseln mit kachelartigen skulptierten Platten ab, in zahlreichen Nischen stehen etwa 70 cm kleine Figuren: Devatas, Apsaras und Dvarapalas. Diese Kunstwerke sind so fein herausgearbeitet, dass sie eher wie geschnitzt anmuten als in Stein gemeißelt. Vor den Türen kauern mythische Wächter mit Menschleibern und Affenköpfen, auf den Treppenmauern hocken Garudas. Außergewöhnlich schön sind auch die Flachreliefs auf den Türstürzen und Portalgiebeln der Tempeltürme, Bibliotheken und Gopuram mit Darstellungen aus der hinduistischen Mythologie, insbesondere dem Ramayana.

1914 wurde der Tempel per Zufall von französischen Archäologen wiederentdeckt, die bereits seit längerem in der Region Angkor tätig waren. Für Aufsehen sorgte 1923 André Malraux mit dem Versuch, aus dem Banteay Srei herausgebrochene Skulpturen und Reliefs nach Phnom Penh und von dort aus Kambodscha, das damals als Teil von Französisch-Indochina noch unter französischer Kolonialherrschaft stand, nach Paris zu schaffen. Er wurde verhaftet und vor Gericht gestellt. Die Haftstrafe von drei Jahren musste er jedoch nie absitzen, weil einflussreiche Intellektuelle in Frankreich zu seinen Gunsten interveniert hatten. André Malraux wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Kulturminister in der Regierung von General Charles de Gaulle.

Von 1931 bis 1936 wurde der fast vollständig zerfallene Tempel unter der Leitung von Henri Marchal von der École française d’Extrême-Orient in aufwendiger Kleinarbeit mit den damals neuen Methoden der Anastilosis wiederaufgebaut.

Seit 2004 wird der Banteay-Srei-Tempel mit finanzieller Unterstützung der Schweiz restauriert.

(Quelle: wikipedia)

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