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Uiuiui – gruselig! Gestern Abend habe ich mir noch gedacht, es könnte ruhig in der Nacht etwas regnen, damit dann am Morgen in Angkor die Nebelschwaden aufsteigen … und was war? Um 3 Uhr früh begann es zu blitzen und zu donnern und schüttete eine Stunde lang aus Kübeln. Allerdings waren nicht Nebelschwaden der Endeffekt sondern diesiger Himmel und ein “verpatzter” Sonnenaufgang … die Erkenntnis des Tages traf mich aber während dieser fast schlaflosen Nacht um 4 Uhr früh:

Pass auf, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen!

Um 5:20 fuhren wir dann also vom Hotel los, um Angkor Wat bei Sonnenaufgang zu bewundern. Wie gesagt, es war kein klassischer Sonnenaufgang – es wurde halt hell und ein bisschen rosa – aber es war trotzdem sehr beeindruckend.

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Nach einer Stunde vor der imposanten Kulisse sahen wir uns die Anlage genauer an. Angkor Wat war zur Zeit der Khmer der wichtigste Tempel in Angkor. Gegründet wurde er als hinduistischer Tempel, im 16. Jhd. kamen dann die Buddhisten. Heute noch stehen einige Buddhastatuen darin, die auch aktiv beopfert werden. In der Anlage gibt es über 2000 Abbildungen von Apsaras (das sind die himmlischen Tänzerinnen oder auch antike Pin-Ups Zwinkerndes Smiley) mit 48 verschiedenen Haartrachten. Alle konnten wir leider nicht sehen, aber doch einen repräsentativen Anteil.

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Rund um den Tempel führen schmale Säulengänge mit Reliefs.

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Kriegsszenen sind hier genauso zu bewundern wie das tägliche Leben der Bevölkerung. An der Westseite ist eines der wichtigsten Reliefs zu sehen, das eine faszinierende Geschichte zeigt:

Hier ziehen Dämonen auf der einen und Halbgötter an der anderen Seite an Naga, der himmlischen 3köpfigen Schlange, die um den Weltenberg gewickelt ist. Dieser Berg thront auf dem Rücken einer Schildkröte und dient als “Rührstößel”, der durch das Ziehen an der Schlange angetrieben wird und den “Milchsee” aufrührt, indem das Lebenselixier entsteht. Vishnu, einer der 3 Hauptgötter des Hinduismus, Bewahrer und Beschützer, überwacht die Szenerie und hilft den Halbgöttern, indem er ihnen schon mal etwas von dem kräftigenden Elixier verabreicht.

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Außerdem steht den Halbgöttern der Affenkönig Hanuman zur Seite, der das Schwanzende der Schlange im Zaum hält. Ohne diese göttliche Hilfe wären die Halbgötter den viel stärkeren Dämonen unterlegen.

Dieselbe Szene steht als quietschbunte Skulptur am Flughafen in Bangkok.

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Warum in Thailand? Ebenso wie Vietnam erhebt Thailand immer noch einen unterschwelligen Anspruch auf Angkor Wat als wichtige religiöse Stätte – inzwischen GsD nicht mehr in Form blutiger Auseinandersetzungen, so wie zB in Jerusalem.

Am Nachmittag stand noch eine Bootsfahrt auf dem Tonle Saep, dem größten See Kambodschas, am Programm. Der Tonle Saep ist normalerweise ca. 4km² groß und erreicht in der Regenzeit bis zur 4fachen Größe und überschwemmt dabei das umliegende Land. Zur Zeit hat er ca. 2/3 seiner maximalen Größe und der Weg durch einen Kanal bis auf den See war entsprechend weit.

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Am See angelangt durchquerten wir ein schwimmendes Dorf. Dort leben ca. 100 Menschen auf Hausbooten. Sie leben vom Fischfang – ein hart verdientes Dasein.

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Der Sonnenuntergang war dann noch richtig kitschig.

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Morgen fahren wir weiter nach Phnom Penh. Unterwegs werden wir vielleicht ein paar mehrbeinige “Freunde” treffen … “schau ma mal” Smiley mit geöffnetem Mund.

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