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Wie war das mit dem Propheten und dem Berg? So ähnlich ist es hier mit dem Internet. Bin gerade mit dem Gästetransferboot zur Rezeption (Ihr erinnert Euch? Letztes Internet vor dem Paradies Zwinkerndes Smiley) um Euch doch einen Zwischenbericht online zu stellen!

Unser Hotel schwimmt! Die ganze Anlage befindet sich auf einer Art Floß, vertäut am Ufer des Flusses. Wenn jemand über die Stege geht oder ein Boot vorbeifährt schaukelt es ein wenig, aber das ist ok … sogar für mich, die normalerweise auf einer Luftmatratze schon seekrank wird …

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Es gibt nur Platz für maximal 24 Gäste, die Anzahl der nervigen unter ihnen ist damit also auch überschaubar Zwinkerndes Smiley.

Wir befinden uns hier am Rande des Urwaldes, gegenüber einer Insel mit Einheimischen, die ab und zu mit Booten vorbeifahren, normalerweise aber nur tagsüber. Manchmal kommen auch Ausflügler vorbei.

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In den Nacht ist es sehr ruhig. Das einzige, was zu hören ist, ist der “Sound of Nature”, Vögel, Affen und sonstiges Getier, dass sich zwar nicht blicken, aber dafür umso vernehmlicher hören lässt. Am lautesten sind die Fische! Ja wirklich! Die platschen so, wenn sie zum Insekten-Fangen aus dem Wasser springenSmiley mit geöffnetem Mund. Sehen kann man, wie gesagt, nichts, außer ziemlich unspektakuläre Schwalben und heute morgen ein Rieseneichhörnchen – mindestens 1 Meter lang – NICHT ÜBERTRIEBEN!!! Die Managerin des Hotels und der Haustechniker waren ganz neidisch, als ich sie fragte, was das gewesen sei und ihnen das Tier beschrieb. Wir konnten zuerst nicht glauben, dass es wirklich eine Art Eichhörnchen ist, doch ein, leider unscharfes, Foto (es war zu dunkel um 6.30 und das Vieh zu schnell und zu weit weg!) zeigt immerhin soviel, dass wir nun schon auch glauben, dass es sich um ein Eichhörnchen handelte, allerdings eben riesig!

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Unser Zimmer ist ein Zelt, sehr geräumig, schön, sauber, mit Strom und warmem Wasser, TV + DVD (brauchen wir dringend Zwinkerndes Smiley) und 3 Ventilatoren (die braucht man hier allerdings wirklich – tagsüber ist es sehr schwül, nachts etwas kühler!). Empfangen wurden wir von zwei Handtuchelefanten am Bett – und um es gleich vorweg zu nehmen: das sind die einzigen Elefanten, die wir hier zu Gesicht bekommen werden!

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Am schönsten ist es, direkt von der eigenen “Terrasse” in den Fluss zu springen – morgens vor dem Frühstück zB! Das Wasser ist lauwarm und sauber und momentan leicht salzig, da das Meer Wasser hereindrückt.

Gegessen wird in der Mitte der Anlage im Restaurant im Freien. Das Essen ist nicht spektakulär aber qualitativ gut und ordentlich zubereitet – es schmeckt!

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Erreichbar ist das Hotel nur mit dem Boot, der Urwald hinter uns ist unwegsam und sehr dicht, es gibt keinen Landweg hierher.

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Am ersten Abend, nach dem Essen wurden wir mit einem Boot ein paar hundert Meter vom Hotel weg nahe ans Ufer gefahren, um einem sensationellen Schauspiel beizuwohnen: unzählige Glühwürmchen bevölkern dort die Bäume und blinken im Dunkeln um die Wette – es sieht aus wie Weihnachtsdeko! Ein Foto kann niemals die Schönheit dieses Spektakels einfangen und schon gar nicht im Dunkeln vom wackeligen Boot aus – Harald hat es trotzdem versucht und zumindest eines dieser Bilder möchten wir Euch doch gerne zeigen, damit Ihr wenigstens einen kleinen Eindruck davon bekommt, was wir hier gesehen haben – es war fantastisch, wunderschön, atemberaubend!
Da können nicht einmal die farbenfrohen Sonnenuntergänge mithalten!

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Gestern kam dann der vorläufige Höhepunkt unseres Aufenthaltes hier, der Dschungeltrack. In der Beschreibung des Reiseveranstalters las sich das recht gemütlich: mit Motorrad oder Auto in den tiefen Dschungel, ein bisschen wandern, Mittagspause, Schwimmen im Wasserfall, am Abend wieder zurück mit dem Boot …
Gott sei Dank hatten wir keine Ahnung, was uns wirklich erwartet! Hätten wir es gewusst, hätten wir den Ausflug vielleicht nicht gemacht und einen eindrucksvollen Tag versäumt! Die Realität sah dann nämlich so aus: Auf der Ladefläche eines Trucks zum Einstiegspunkt in den Dschungel, insgesamt mehr als 7 Stunden Fußmarsch teilweise steil auf- und abwärts, 3 kurze Pausen von je 5 Minuten, Picknick mitten im Dschungel, kein Wasserfall, da wir zu spät dran waren, um 5 wieder in der Lodge – fix und fertig Smiley mit geöffnetem Mund. Offenbar sahen wir tatsächlich ziemlich fertig aus, denn bei unserer Rückkehr spendierte uns die Managerin spontan eine 1stündige Massage (die haben wir heute auch sehr genossen!).

ABER: es war toll! Ich hätte nie gedacht, dass ich so unbeschwert durch den Urwald gehen könnte, ohne darüber nachzudenken, welches Viechzeug mir hier begegnen könnte … die Neugier überwog bei weitem die “Furcht” vor unliebsamen Begegnungen. Außerdem ist es momentan zu trocken, sodass sich das Tieraufkommen (leider) in Grenzen hält. Das “leider” gilt aber nur für größeres und spektakuläres Getier wie Vögel (es soll hier Tukans und Hornvögel geben) oder Affen (Gibbons und noch eine andere Art). Die Trockenheit hatte den Vorteil, dass wir weder von Mücken geplagt noch von sonstigen Insekten umschwirrt wurden. Aber seht selbst, welchen Zoo wir zu Gesicht bekamen. Darf ich vorstellen:

der Ameisen-Dreier und Fred, der Laubkäfer (ähnlich unseren Maikäfern)

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Konrad, die Echse und Henry, der Gekko – und doch ein “Äffchen” Smiley mit geöffnetem Mund – unser Guide Lao.

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Dann ist da noch das Bolschoi-Ballett, irgendwelche außerirdisch anmutenden hüpfenden und laufenden “Wollknäuel”, ca. 2cm klein (weiß jemand, was das ist???),

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Marie, der Falter und Sepp, der giftige Hundertfüßer (war der schnell … als ob er nicht wüsste, das er giftig ist Zwinkerndes Smiley).

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Außerdem Friedrich, der Wasserläufer und die Daltons, ein Trupp Taumelkäfer, Josy, der “einzige Ast mit Augen” Zwinkerndes Smiley (Zitat “Das große Krabbeln”) und ein paar namenlose Chicken-Wings

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und schließlich der Star: Mathilda, eine wunderschöne, handtellergroße Spinne.

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Auch die Pflanzenwelt ist beeindruckend und spart nicht mit angeberischer Größe, bizarren Formen und auffälligen Strukturen:

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Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke unserer Tour. Der nächste Ausflug ist schon geplant. Allerdings nicht mehr stundenlang durch den Dschungel sondern ganz gemütlich mit dem Boot zu einem Wasserfall – wir werden berichten!

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Erkenntnis des Tages: “Manche Abenteuer erlebt man nur, weil man vorher nicht wirklich weiß, was einen erwartet.” Dazu gehören Kinder-Kriegen, Heiraten und eben Dschungeltrips Zwinkerndes Smiley

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